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Steinmeier zum Tag der Deutschen Einheit | Merz in Kiew | Internationaler Kurz-Check

Shownotes

Wir beginnen mit dem Tag der Deutschen Einheit und der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Danach schauen wir in die Ukraine: Bundeskanzler Friedrich Merz ist nach Kiew gereist und hat neue Militär- und Energiehilfen angekündigt. Im internationalen Kurz-Check geht es um Donald Trump und den republikanischen Senator Tom Cotton, die Währungskrise im Iran und die Proteste gegen Wohnungsnot in Spanien. Und zum Schluss gibt es wie immer die Good News: Der Eintritt in Englands staatliche Nationalmuseen bleibt auch für internationale Besucher kostenlos.

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Quellen: Steinmeiers Rede zum Tag der Deutschen Einheit: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-10/frank-walter-steinmeier-rede-tag-der-deutschen-einheit-demokratie https://www.tagesspiegel.de/politik/unertragliche-politische-demagogie-bundesprasident-steinmeier-ruft-am-einheitstag-zum-kampf-gegen-extremisten-auf-16121611.html https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/einheitsfeier-steinmeier-100.html

Merz besucht Kiew: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eilmeldung-merz-kiew-100.html https://www.zdfheute.de/politik/ausland/merz-reiche-kiew-besuch-100.html https://www.tagesspiegel.de/politik/dpa-uberraschender-kyjiw-besuch-kurz-nach-der-ankunft-von-kanzler-merz-greift-russland-eine-brucke-an-16122366.html

Internationaler Kurz-Check: https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-postet-im-streit-ueber-zeitumstellung-handynummer-von-tom-cotton-a-5b166b1b-c367-445e-9934-9aed4646e3a8 https://www.tagesspiegel.de/internationales/dpa-irans-wahrung-fallt-wegen-krieg-und-sanktionen-auf-historisches-tief-16121795.html https://www.tagesschau.de/ausland/europa/proteste-wegen-wohnungsnot-in-spanien-gehen-weiter-100.html

Good News: https://www.deutschlandfunkkultur.de/museen-in-england-bleiben-auch-fuer-touristen-gratis-100.html

Transkript anzeigen

00:00:01: Heute ist Montag der fünfte Zehnte.

00:00:02: Ich bin Cely Lisa Starken, eure Informantin und das sind unsere Themen.

00:00:06: Wir beginnen mit dem Tag der Deutschen Einheit und der Rede von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier.

00:00:12: Danach schauen wir auf den Besuch vom Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew und die neuen Militärhilfen für die Ukraine.

00:00:18: Zum Schluss wie immer der internationale Kurzcheck und die Gut News.

00:00:22: los geht's!

00:00:32: Ihr Lieben, wir starten heute in Bremen.

00:00:34: Dort hat am Samstag der Zentrale Festakt zum Tag der Deutschen Einheit stattgefunden.

00:00:38: Ich war selbst auch dabei und das Bürgerfest – das war wirklich schön!

00:00:43: Der Tag der Einheit erinnert ja an die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland im Jahr.

00:00:49: Am Samstag hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine sehr eindringliche und leidenschaftliche Rede gehalten.

00:00:55: Für ihn war dieser Auftritt etwas ganz Besonderes, denn seine neuneinhalbjährige Amtszeit endet im kommenden Frühjahr – damit war es zugleich seine letzte große Rede zum Tag der Deutschen Einheit als Bundespräsident.

00:01:05: In die Rede hören wir mal rein!

00:01:15: dritte Oktober, in der wir einen Jahr zuvor errungen wurden.

00:01:21: Ich müsste viele Orte im Osten Deutschlands nennen an denen sich Menschen von der Drückenden Furcht befreit haben.

00:01:33: Niemals dürfen die Herausforderung der Gegenwart diesen Glücksmoment in der deutschen Geschichte verdrängen.

00:01:39: niemals dürfen wir diesen Moment in Vergessenheit geraten lassen.

00:01:47: Steinmeier hat in seiner Rede von einem erstarken extremistischer Kräfte in Deutschland gewarnt.

00:01:52: Extremistische Kräften sind politische Gruppen am äußeren Rand, die unsere freie Demokratie ablehnen oder sogar bekämpfen

00:01:58: wollen.".

00:01:58: Steinmeier hat kritisiert, dass diese Kräfte eine unerträgliche politische Volksverhetzung betreiben.

00:02:04: Dabei versuchen Politiker in Menschen durch Lügen Hass und das Anstacheln von Ängsten aufzustacheln.

00:02:10: Laut Steinmeyer nutzen Extremistinnen solche Methoden vor allem in den sozialen Medien um das Vertrauen der Menschen unsere Gemeinschaft zu zerstören.

00:02:18: Steinmeer hat dabei sogar einen historischen Vergleich gezogen.

00:02:21: er verwies auf das Ende der Weimarer Republik und warnte davor, dass die heutigen Medien die Gesellschaft wieder stärker spalten können.

00:02:28: Die Weimarer Republik ist von zehntundhundertneunzehn bis neunzehntdrein dreißig die allererste Demokratie auf deutschem Boden gewesen.

00:02:36: Sie ist damals auch deshalb gescheitert, weil Extremistinnen die politische Kultur mit Hassreden und Hetzer schrittweise zerstört haben.

00:02:43: Der Bundespräsident hat betont dass die heutige Demokratie nicht zum Verkauf stehe und sich verteidigen müsse.

00:02:49: Gleichzeitig hat Steinmeier aber auch Selbstkritik der Politik gefordert.

00:02:53: Er hat erklärt, dass die Regierungen in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten Fehler gemacht haben durch die sich Menschen abgewendet haben.

00:03:00: Der wirtschaftliche Wandel nach der Wiedervereinigung hat nämlich nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer hervorgebracht.

00:03:06: Außerdem hat er eingeräumt, dass ausdeutsche Entführungspositionen von Wirtschaft und Politik bis heute deutlich selten vertreten sind.

00:03:12: Trotz dieser Versäumnisse hat Steinmaier betont das Deutschland ein gutes Land sein!

00:03:16: Die Demokratie habe unendlich viel erreicht um Krise zu überwinden, braucht das Land jetzt aber eine Trendwinde in der Wirtschaft und Mut zur echten Reform.

00:03:24: Unterstützung hat er vom Bremer Bürgermeister- und Bundesratspräsidenten Andreas Boevenscholte bekommen – der hat nämlich hervorgehoben dass die Ostdeutschen seit den Neunzehnten neunundachtzig ihre Geschichte selbst geschrieben und sich die Freiheit erkämpft haben.

00:03:36: Und auch er hat gemahnt, dass politische Gegner einer Demokratie niemals als Feinde behandelt werden dürfen!

00:03:43: Ich habe hier noch Selbstinterviewen dürfen und was er gesagt hat, das hören wir uns jetzt mal an.

00:03:47: Im Schluss

00:03:48: ein Wort zum Tag

00:03:49: der Deutschen Einheit!

00:03:50: Was bedeutet der Tag der Deutsche Einheit für Sie ganz persönlich?

00:03:54: Bedeutet für mich ganz persönlich dass es in dieser Zeit stark um die Einheit unserer Gesellschaft oder den Zusammenhalt geht, was nicht heißt, dass alle dasselbe vertreten oder dass Gleichförmigkeit herrscht sondern dass wir gegen die Kräfte, unsere freiheitliche Demokratie zu zerreißen drohen.

00:04:14: Dass wir da ein Gegengewicht bilden und dagegen anarbeiten.

00:04:17: Das ist für mich... Ich dachte einer nur vielleicht noch was!

00:04:20: Kommt nicht drauf an wo du herkommst und nicht was du glaubst.

00:04:25: Nicht ob du Männlein oder Weibland bist, nicht Ost- oder West.

00:04:28: Sondern es kommt nur auf eine Sache

00:04:29: an

00:04:30: hast Du die gemeinsamen Werte und kämpfst Du und bringst Dich ein das es unserem Land und unserer Gesellschaft besser geht Dann ist deine Heimat hier.

00:04:39: Das für mich tagt der deutschen

00:04:40: Heimat!

00:04:42: Und wir schauen weiter in die Ukraine.

00:04:44: Bundeskanzler Friedrich Merz ist gestern morgen überraschend in der ukrainischen Hauptstadt Kiev eingetroffen, begleitet wurde er vom Wirtschaftsministerin Katharina Reiche und einer Delegation aus der deutschen Wirtschaft.

00:04:54: Ja warum ist diese Reise genau jetzt so bedeutsam?

00:04:56: Für die Menschen in der Ukraine beginnt den wenigen Wochen der fünfte Kriegswinter seit Beginn der russischen Invasion im Jahr zwanzig zweiundzwanzig.

00:05:04: Das russische Militärbombadierzeitwochen gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur.

00:05:08: darunter versteht man alle Anlagen die Strom, Wärme oder verteilen, also Kraftwerke, Umspannwerk und Versorgungsleitungen.

00:05:15: Kanzlei Merz hat bei seiner Ankunft betont, dass die Lage von dem Winter extrem ernst sei – und die Ukraine jede Hilfe benötige.

00:05:22: Merz habe deshalb ein großes Unterstützungspaket mitgebracht.

00:05:25: Insgesamt gibt die Bundesregierung eine Milliarde Euro an beizbewilligten Mitteln verneuerwaffenfrei.

00:05:31: Weitere dreihundertfünfzig Millionen Euro fließen direkt in die Reparatur des zerstörten Stromnetzes.

00:05:37: Besonders wichtig sind dabei sogenannte Abfangdrohnen der deutschen Firma Quantum Systems.

00:05:41: Abfang Drohnen sind hochmoderne unbemannte Flugkörper, die feindliche Kampfdrohne in der Luft aufspüren und gezielt Ramo abschießen.

00:05:48: Die ukrainische Luftverteidigung kämpft nämlich gegen neuartige russische Gerahndrohnen mit Düsenantrieb.

00:05:53: Sie sind extrem schnell und haben in den letzten Wochen sogar wichtige Brücken in Kiev beschädigt!

00:05:57: Die deutschen Abfang drohnen sollen nun in fünfstelliger Stückzahl geliefert werden um diese Lücke zu schließen.

00:06:03: Außerdem gehören weitreichende Waffen zum Paket in hinter der russischen Front angegriffen werden können.

00:06:09: Die Anreise von März mit einem Sonderzug hat unter extremen Sicherheitsverkehrungen stattgefunden, nur wenige Stunden vor der Ankunft hat das russische Außenministerium sogar eine offizielle Warnung an alle Ausländer vor einem Aufenthalt den KF herausgegeben.

00:06:23: Russland hat darin gefordert, KF sofort zu verlassen – auch die diplomatischen Bemühungen sind zuletzt nicht vorangekommen.

00:06:29: In Treffen von Außen-Minister Johann Vadefuhl und seinem russischem Amtskollegen Sergen Lavrov in New York brachte keine greifbaren Ergebnisse.

00:06:37: März sagte deshalb, dass Russland offenbar erst durch militärischen Druck dazu bewegt werden müsse wieder an den Verhandlungstisch zu

00:06:44: kommen.".

00:06:48: Der Internationale Kurzcheck.

00:06:49: Wir beginnen in den USA, wo US-Präsident Trump auf der Plattform Two Social die private Handynummer des republikanischen Senators Tom Cotton veröffentlicht hat.

00:06:58: Grund dafür ist ein Streit über die dauerhafte Einführung der Sommerzeit im sogenannten Sunshine Protection Act gewesen.

00:07:05: Diesen hatten Cotton im Senatblock hier – Trump hat seine Anhängerin aufgefordert, den Senator anzurufen und ihn zum Einlenken zu bewegen!

00:07:12: Wir schauen noch in den Iran, wo die Landeswährung Rael wegen des Kriegs und harter US-Sanktionen auf ein historisches Tief gefallen ist.

00:07:20: Auf dem freien Markt hat der Wechselkurs für einen Euro erstmals die Marke von drei Millionen real erreicht – durch den enormen Wertverlust ist das Durchschnittseinkommen der Menschen seit Jahresbeginn drastisch eingebrochen.

00:07:31: Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Brot und Reis haben sich verdoppelt, weshalb Fleisch für viele Haushalte unerschwinglich geworden.

00:07:39: Zum Schluss blicken wir nach Spanien, wo Zehntausende Menschen in über fünfzig Städten gegen die extrem hohe Wohnungsnot demonstriert haben.

00:07:46: Auslöser der Proteste ist das Scheitern zweier wichtiger Mietdekrete im Parlament gewesen.

00:07:51: Mit den Gesetzesentwürfen hat Ministerpräsident Pedro Sánchez Mietendeckeln und Zwangsräumungen verhindern wollen.

00:07:57: wegen der fehlenden Mehrheit im Parlament spekulieren spanische Medien nun über mögliche Neuwahlen im November.

00:08:03: Wir brauchen sie die Good News.

00:08:05: Der Eintritt in Englands staatliches Nationalmuseum bleibt auch für internationale Besucher jetzt kostenlos, ja damit ist eine monatelange Debatte beendet.

00:08:13: Zuletzt war darüber diskutiert worden ob Touristinnen künftig Eintritte für Museen wie das British Museum, die Tate oder die National Gallery zahlen sollten.

00:08:21: Die Regierung hatte damals mögliche zusätzliche Einnahmen für die Kultur erschließen wollen und nun bleibt es bei der bisherigen Regelung.

00:08:27: Die fünfzehnstaatlichen Nationalmuseum sollen weiterhin allen offen stehen unabhängig davon aus England kommen oder aus dem Ausland.

00:08:35: Kulturministerin Lisa Nandy hat sich damit für den Erhalt des kostenlosen Zugangs ausgesprochen.

00:09:03: News erklärt von Sally Lisa Starken.

00:09:06: Eine Produktion von Sally Lieser-Starken,

00:09:09: Redaktion Sally Liezer-Starken, Ton Marius Fraune und Schnitt Alexander Horst.

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